Anleitung

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Vorbereitung

Als Erstes prüfen Sie anhand der mitgelieferten Materiallisten, ob alle Bauteile vollständig vorhanden sind und keine Komponenten beim Transport beschädigt wurden. Danach ist es sinnvoll, alle Bauteile zu sortieren und schon einmal griffbereit entsprechend der Aufbaureihenfolge zurechtzulegen, um nachher nicht den Überblick zu verlieren. 

Da Holz ein lebendiger Werkstoff ist, der sich je nach Temperaturbedingung ausdehnen oder zusammenziehen kann, sollte der Aufbau unbedingt auf frostfreiem Boden erfolgen. Achten Sie darauf, dass alle Teile bis zum Aufbau trocken und wettergeschützt gelagert werden können.

An Werkzeug benötigen Sie: eine Handsäge, einen Akkuschrauber, eine Wasserwaage, einen Gliedermaßstab, einen Bleistift, einen Gummihammer, einen Hammer, eine Schutzlasur und Pinsel. 

 

Fundament

Es gibt unterschiedliche Arten von Fundamenten, die sich für den Aufbau auf verschiedenen Untergründen eignen. Dient ihr Gartenhaus zur Lagerung von Gartengeräten, reicht die Einebnung und Verdichtung des Untergrundes aus. Zusätzlich ist die Befestigung des Bodens mit Kies und Gehwegplatten möglich. 

Für ein frostfreies Gartenhaus, sollten Sie ein Punktfundament, Streifenfundament oder eine Bodenplatte betonieren.

Das richtige Fundament hängt in erster Linie von der Beschaffenheit des Baugrunds ab. Bei einem wenig standfesten Boden eignet sich eine Bodenplatte am besten. Diese ist einfach zu verlegen und die Lasten werden auf eine größere Fläche verteilt. Ein Nachteil ist der hohe Beton-Bedarf. 

Bei Linienlasten, wie zum Beispiel in Form von Wänden, sollten Sie ein Streifenfundament verwenden. Bei Einzellasten, wie zum Beispiel die Stützen des Gartenhauses, ist das Punktfundament ideal. Eine Alternative dazu bietet der Fundamentstein, der sich ganz einfach verlegen lässt.

Bitte beachten Sie, dass manche Kleingartenanlagen die Fundamentart vorschreiben.

 

Unterkonstruktion

Im ersten Schritt legen Sie die Lagerhölzer für die Unterkonstruktion an die gewünschte Position. Dabei ist es wichtig, dass der Untergrund ebenerdig ist und die Lagerhölzer im gleichen Abstand zueinander platziert werden. 

Im Zweifel müssen Sie die Hölzer noch auf die richtige Länge kürzen.

Wenn alle Lagerhölzer im rechten Winkel zueinander liegen, nivellieren Sie diese in der Waage aus. Erst dann verschrauben Sie die Streben an jeder Seite viermal. 

Anschließend beginnen Sie mit dem Verlegen der Bodenbretter. Das erste Bodenbrett wird entsprechend auf den Lagerhölzern platziert und anschließend festgenagelt. Danach wird das zweite Bodenbrett mit der Feder in die Nut des ersten gesteckt und erneut festgenagelt. Auf diese Weise wird der gesamte Boden verlegt. Achten Sie dabei auf einen Abstand von ca. 2,5 cm zum Rand der Lagerhölzer, den Sie später für die Montage der Außenwände benötigen.

 

Außenwände

Nun kann mit dem Aufbau der Außenwände begonnen werden. Dazu platzieren Sie die ersten zwei Wandbohlen gegenüberliegend auf den Lagerhölzern, richten sie exakt aus und schrauben sie fest.  

Abwechseln legen Sie nun den Bohlenkranz. Dabei stecken Sie jede Bohle immer mit der Feder nach oben zeigend fest auf die Nut der darunterliegenden Wandbohle auf. Beim richtigen Einpassen helfen ein Gummihammer und ein Schlagholz. Aber Vorsicht: Dabei nicht auf die Ecken oder direkt auf die Federn schlagen! 

Damit das Gartenhaus später Wind und Wetter Stand hält, verschrauben Sie jede Bohle an beiden Seiten mit der darunterliegenden. Achten Sie darauf, dass die Schrauben beim hineindrehen nicht ausbrechen. Zum Schluss werden die untersten Bohlen mit dem Fußboden verschraubt. Achten Sie darauf, die Schrauben nicht zu hoch anzusetzen und waagerecht in den das Bodenbrett zu schrauben.

 

Dach

Nun kommen Sie zum nächsten Teil, dem Dach. Nachdem alle Wandbohlen montiert und verschraubt sind, setzen Sie die Giebeldreiecke auf die Vorder- und Rückwand auf und befestigen diese mit den Schrauben von oben an der Außenwand. 

Da sich die kürzeren Bohlen an der Hausfront schneller den Wetterbedingungen anpassen, müssen Sie nun an den Türausschnitten die jeweils direkt übereinandersitzenden Bohlen miteinander verbinden. Dadurch verhindern Sie, dass sich das Holz später verzieht und es zu Spaltenbildungen kommt. Dazu bohren Sie die Bohlen schräg im 45°-Winkel vor, bevor Sie diese miteinander verschrauben.  Übrigens: Schräge Bohrungen ohne Abrutschen nehmen Sie ganz einfach vor, indem Sie auf den ersten 3 bis 5mm den Bohrer senkrecht zur Holzoberfläche ansetzen und erst dann im gewünschten Winkel bohren.

In die Aussparungen der Giebeldreiecke setzen Sie nun die Dachpfette ein und prüfen mit der Wasserwaage, ob alles plan ist, bevor Sie die Pfette an der Verbindung zum Giebel von oben schräg miteinander verschrauben. 

Achten Sie auf einen gleichen Überstand an den Seiten.

Bei eventuellen Unebenheiten können Sie diese mit einem Hobel ausgleichen.

Steht alles in Waage, wenden Sie sich dem Verlegen der Dachplatten zu. Hierzu legen Sie die Dachplatten auf und verschrauben diese jeweils unten mit der obersten Wandbohle und oben mit der Dachpfette. An alle Stoßkanten der Dachplatten schrauben Sie nun von oben die Nagelleisten an. Dann verlegen Sie noch die Dachpappe und nageln sie gleichmäßig an den Dachplatten fest. Als nächstes bringen Sie die Dachschindeln an. Achten Sie dabei auf das genaue Verlegen der ersten beiden Reihen. Die erste Reihe wird zweischichtig verlegt: zuerst verkehrt herum und anschließen noch einmal richtig herum genau darauf. Die weiteren Reihen werden jeweils versetzt befestigt. Die Dachschindeln werden mit Nägeln auf den Dachplatten befestigt. Schneiden Sie die Schindeln für den Giebel zu und befestigen Sie die zugeschnittenen Teile zum Schluss. Mit dem Verschrauben der Giebelleisten ist der Dachaufbau dann fertig.

 

Türen

Nun können Sie sich der Gartenhaustür widmen. Dazu schrauben Sie zunächst die Türzarge auf dem Boden zusammen und platzieren sie dann vorsichtig von innen in der Türaussparung. Sägen Sie mit einer Stichsäge den unteren Rand passend aus. Nun muss die Zage nur noch mit dem Türrahmen verschraubt werden. 

Jetzt geht es an die Türen. Bringen Sie die Scharniere an und markieren Sie mit dem Bleistift die optimale Position. Dann schrauben Sie die Aufhängung an. Bevor Sie die Türblätter in den Rahmen einhängen und die Tür einstellen können, schrauben Sie noch das Fensterkreuz von außen an die Fenster. Endgültig einstellen lässt sich die Tür am besten nach 2 bis 3 Wochen, wenn sich das Holz dem Klima angepasst hat und sich die Bohlen gesetzt haben.

 

Pflege

Holz ist zwar ein verlässlicher, aber als Naturprodukt auch ein empfindlicher Baustoff. Mit der richtigen Pflege und Vorbehandlung behält das Gartenhaus jedoch seinen natürlichen Charme und kann jahrelang Freude machen. Ein entsprechender Holzschutz verhindert, dass Regen, Wind und Schmutz dem Holzhaus zusetzen und es fault, grau werden oder verbläuen kann. 

Für den Schutz bietet sich eine 2 in 1 Holzschutzlasur an, in der die Grundierung bereits enthalten ist. Streichen Sie das Gartenhaus damit 2 bis 3 mal, wobei die Lausur zwischen den einzelnen Vorgängen mindestens 24 Stunden ausgiebig trocknen sollte.

Spätestens alle zwei Jahre sollten dieser Schutzanstrich wiederholt werden. Für einen optimalen Schutz, empfiehlt es sich, die schwer erreichbaren Bauteile schon vor dem Zusammenbau vorzubehandeln.