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Tapezieren

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Richtig tapezieren: Wohnräume gestalten mit Tapeten

Erst durch Tapeten verwandelt sich ein Zimmer in einen ansprechenden Wohnraum. Mit der passenden Tapete lassen sich Akzente setzen und ein wohnliches oder repräsentatives Ambiente kreieren - je nach Geschmack und persönlicher Vorliebe.

Die Auswahl der richtigen Tapete

Vor dem Renovieren sollten Sie einige Überlegungen zur gewünschten Art der Tapete anstellen. Auf dem Markt sind heute Tapeten in allen nur erdenklichen Designs und Farbtönen erhältlich und in jeder Saison kommen neue hinzu. Bei uns lassen sich die Muster begutachten, oft sogar an einer Musterwand angebracht, so dass sich die Wirkung an der Wand gut vorstellen lässt. Als Faustregel für die Auswahl gilt, dass großflächige Muster möglichst nur an einer einzelnen Wand verarbeitet werden sollten, um den Raum nicht zu erdrücken, während dezente Muster oder Unifarbtöne mehr Gestaltungsspielraum zulassen. Helle Farben weiten den Raum, wohingegen dunkle Farbtöne ein Zimmer optisch verkleinern können. Kühle Farben wie Blau- und Grüntöne haben eine eher beruhigende Wirkung und eignen sich somit gut für Schlafräume. Warme Farben wie Gelb-, Orange- und Rottöne werden dagegen wegen ihrer anregenden Wirkung gerne für Wohnzimmer oder Küchen verwendet. Für Kinderzimmer ist eine große Auswahl an Motivtapeten passend für jede Altersgruppe erhältlich.

Während Design und Farbe eine wichtige Rolle hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten spielen, ist daneben auch die Art des Tapetenmaterials von Bedeutung. Hier haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Qualitäten. Raufasertapete war in vergangenen Jahren der Klassiker, weil sie sich mehrfach überstreichen lässt und damit ein schnelles Renovieren zwischendurch ermöglicht. Inzwischen hat ihr jedoch die Vliestapete den Rang abgelaufen, denn diese hat nicht nur den Vorteil, dass sie sich sehr leicht verarbeiten lässt, sondern sie kann bei erneuter Renovierung ganz einfach wieder trocken von der Wand abgezogen werden. Vinyltapeten besitzen, wie der Name schon sagt, eine Schicht aus Vinyl über der Trägerschicht aus Papier, was sie gut geeignet macht beispielsweise für Küchen oder Werkräume, denn sie sind abwaschbar.

Die richtige Verarbeitung

Bevor Sie mit dem Tapezieren beginnen können, sollten Sie den genauen Bedarf ermitteln. Dazu vermessen Sie die zu tapezierende Fläche und rechnen aus, wie viele Tapetenrollen Sie benötigen werden. Normalerweise ist eine Rolle 53 Zentimeter breit und hat eine Länge von 10,05 Metern. Wenn die Tapete ein Muster aufweist, den so genannten Rapport, muss etwas mehr kalkuliert werden, da hierbei mehr Verschnitt entsteht. Auf den Tapetenrollen ist angegeben, wie hoch der Rapport jeweils ist, also wann das Muster sich wiederholt.

Sind diese Vorüberlegungen getroffen, muss der Untergrund vorbereitet werden. Alte Tapetenschichten sollten entfernt werden, poröse Untergründe werden am besten mit einer speziellen Grundierung vorbehandelt. Sodann rühren Sie den Tapetenkleister nach den Angaben auf der Packung an. Auf einem Tapeziertisch legen Sie sich die zurechtgeschnittenen Tapetenbahnen bereit, kleistern sie ein und lassen die eingekleisterte Bahn kurz einweichen. Bei Vliestapeten entfällt dies, denn hierbei wird die Wandfläche direkt eingekleistert und die Vliestapete sofort aufgeklebt. Mit einer Tapetenbürste reiben Sie Luftblasen zur Seite hin aus und drücken die Nahtstellen gut an.