Frühling

Frühling

Sämereien




Sämereien

Mitten im Winter, wenn der Garten schläft, ist eine gute Zeit, um erste Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr zu treffen. Planen Sie Pflanzen und Gemüse für das Frühjahr und ziehen erste Pflänzchen einfach in der Wohnung vor. Ein warmer Ort mit konstanten Temperaturen von etwa 10 bis 15° C und regelmäßiges Gießen sind die einzigen Voraussetzungen. Die weitere Vorgehensweise ist von Ihren Gegebenheiten und handwerklichem Geschick abhängig. Sie können sich ein kleines Gewächshaus aus Holz und einer alten Glasscheibe als schräges Dach bauen, ein fertiges Zimmergewächshaus oder so genannte Anzuchttöpfe nutzen, die man direkt mit der Pflanze auspflanzen kann.

Sichten und sortieren Sie jetzt zunächst Ihr Saatgut und holen Sie Ihre Restbestände in die warme Stube, wenn Sie noch offene Päckchen im Schuppen liegen haben. Frost und Feuchtigkeit beeinflussen die Keimfähigkeit negativ. Achten Sie auch bei eigenem Saatgut auf die Haltbarkeit. Älter als zwei Jahre sollte es nicht sein. Lagern Sie die Sämereien in Schraubgläsern bei 10 bis15° C. Ist das Saatgut feucht geworden, trocknen Sie es für 2 bis 3 Tage. Keimproben sind jetzt zu empfehlen!

Legen Sie dafür angefeuchtetes Küchenpapier auf einen kleinen Teller oder in eine Schale und streuen etwa 50 Saatkörner darauf. Decken Sie das Ganze anschließend mit Glas ab und warten etwa 12 Tage auf das Resultat.

Ergibt das Auszählen der gekeimten Samen nun mehr als 60 bis 80 Prozent, ist die Keimfähigkeit durchschnittlich bis gut. Niedriger sollte das Ergebnis aber nicht sein - entsorgen Sie schlecht keimfähiges Saatgut und kaufen neues.

Die Ernte fällt später besser aus, wenn Sie Chili, Paprika oder Auberginen jetzt schon vorziehen, denn diese Pflanzen haben eine längere Entwicklungszeit. Als Saatschalen sind Behälter mit einer Tiefe von mindestens 5 cm besser geeignet. Diese sollten Sie vor der Verwendung gut reinigen, um kranke Sämlinge zu vermeiden. Achten Sie außerdem darauf, dass die Aussaaterde keinen Kompost enthält. Pilze könnten auch dadurch Ihre Keimlinge befallen, weshalb hier Torf die bessere Wahl ist.

Geben Sie etwa 5 bis 10 Samen hinein, je nach Größe des Gefäßes, und decken es anschließend mit Küchenkrepp ab. Auch Frischhaltefolie ist geeignet, wenn Sie die Luftlöcher für die Sauerstoffzufuhr nicht vergessen. Im Idealfall platzieren Sie die Gefäße anschließend auf der Heizung, so wird die benötigte Bodenwärme erzeugt.

Um zu verhindern, dass die Keimlinge zu schnell wachsen, sorgen Sie für mehr Licht und weniger Wärme, sobald die Keimlinge beginnen zu sprießen. Die größten und stärksten Pflänzchen topfen Sie in Blumenerde um, wenn diese sich gut zwischen den Fingern nehmen lassen. Ein Tonanteil oder lehmhaltige Gartenerde helfen den Pflänzchen dabei, sich an den späteren Standort zu gewöhnen.

In das Frühbeet oder unter Folie können Sie jetzt u. a. Kohlrabi, Pflück- und Schnittsalat aussäen, ebenso Saatzwiebeln, Sommerlauch, Wirsing, Weiß- und Blumenkohl.

Einige Staudensamen, wie Astilbe, Eisenhut, Schneerose und Trollblume, brauchen vor dem Keimen eine Kältephase. Säen Sie die Samen der Kaltkeimer zum Vorquellen in Schalen mit Aussaaterde und stellen diese an einen hellen Platz. Die Raumtemperatur sollte zwischen 15 und 18 °C betragen. Graben Sie die Gefäße, nach 2 bis 4 Wochen, etwa 15 Zentimeter tief, im Garten ein. Im Frühjahr beginnen die Samen dann zu keimen, bevorzugt an schattigen und windstillen Orten.

Am besten entnehmen Sie den geeigneten Zeitpunkt und die Anleitungen zur richtigen Aussaat Ihrer Pflanzen den jeweiligen Beschreibungen auf der Packung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg mit Ihren Sämereien!

Gerne beraten wir Sie auch persönlich in Ihrem BayWa Bau- und Gartenmarkt.