Garten & Freizeit
Streicharbeiten im Sommer

Streicharbeiten im Sommer



Die Farbe am Gartenzaun ist verblasst, auf dem Garagentor hat sich Rost breit gemacht und am Balkongeländer ist der Lack schon lange ab.

Damit Haus und Hof ihr schönes Antlitz im Laufe der Zeit nicht verlieren, müssen Sie regelmäßig zu Pinsel & Co. greifen. Aber nicht nur die Optik ist von Bedeutung. Vor allem die verschiedenen Materialien im Außenbereich sollten vor Umwelteinflüssen bestmöglich geschützt werden.

Sowohl für den Anstrich von Fassaden, Fenstern und Gartenzäunen als auch für die Pflege jeglicher Elemente aus Holz, Kunststoff und Metall, auf dem Balkon oder der Terrasse, ist der Sommer ein idealer Zeitpunkt, weil das Material dann trocken ist. Allerdings sollten Sie nach Möglichkeit nicht bei direkter Sonneneinstrahlung oder an sehr heißen Tagen streichen. Die Farbe trocknet dann zu schnell und es können bleibende Ansätze entstehen.

Eine sorgfältige Planung und Vorbereitung ist beim Einsatz von Farben, Lacken, Lasuren und Ölen ebenso elementar, wie das passende Zubehör. Besonders wichtig ist die Auswahl des richtigen Schutzes für die betreffende Fläche. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Bevor Sie also zu Rolle und Pinsel greifen können, sind in der Regel einige Vorarbeiten nötig. Zunächst sollten Sie die Beschaffenheit des Untergrundes sorgfältig prüfen, um die nötige Vorbehandlung durchführen zu können. Dies erspart Ihnen möglicherweise viel Zeit und Ärger.

In jedem Fall muss der Untergrund eingehend gesäubert und gut vorbereitet werden, damit der neue Überzug auch haften kann. Dafür benötigen Sie Schwämme und Lappen sowie ein geeignetes Reinigungsmittel. In einigen Fällen kann ein Hochdruckreiniger Ihnen die Arbeit erleichtern, manchmal ist aber auch viel Muskelkraft, Wasser und ein Schrubber von Nöten.

Alte Anstriche auf Holz und Metall sollten Sie gründlich abschleifen. Bei unbehandeltem Holz entfernen Sie vorhandene Beläge mit einer Bürste. Für hartnäckigen Grünspan gibt es spezielle Reinigungsmittel. Unbehandeltes oder stark abgeschliffenes Holz muss anschließend grundiert werden.

Für das Abschleifen der Oberfläche können Sie eine Schleifmaschine benutzen oder mit einem Schleifschwamm bzw. Schleifpapier Hand anlegen. Wichtig ist in jedem Fall die Verwendung der geeigneten Körnung – diese sollte nicht zu grob sein, um Unregelmäßigkeiten zu vermeiden, welche die Oberfläche später stumpf wirken lassen. Damit Sie den Schleifstaub nicht einatmen, sollten Sie eine Schutzmaske tragen. Für Ihre Arbeiten benötigen Sie außerdem eine Bürste, um den Dreck weg zukehren.

Welches Holzschutzmittel Sie verwenden, ist unter anderem davon abhängig, ob Sie es bunt mögen oder die natürliche Maserung des Materials bevorzugen. Naturprodukte wie Holz werden sehr leicht durch Umwelteinflüsse angegriffen und letztendlich zerstört, deshalb ist der richtige Schutz sehr wichtig. Beachten Sie unbedingt die Trocknungszeiten, denn häufig muss eine zweite Schicht aufgetragen werden, die ebenfalls in Ruhe durchtrocknen muss.

Der schlimmste Feind von Metall ist Rost. Auch hier müssen Sie zunächst alle Unreinheiten entfernen, bevor Sie mit dem Streichen beginnen können. Dafür sind Schleifpapier oder eine Drahtbürste bestens geeignet.

Abgeschliffenes oder neues, noch unbehandeltes Metall sollten Sie mit einer Rostschutz-Grundierung vorbehandeln. Je nach Material muss der eigentliche Anstrich, mit einer für Metall geeigneten Farbe oder Lasur, ein bis zwei Mal wiederholt werden. Es gibt die Farben und Lacke häufig auch zum Sprühen. Hier gilt es wieder die, teilweise sehr langen, Trocknungszeiten zu beachten

Der zu erwartende Zeitaufwand ist immer auch vom Zustand und der Größe der zu streichenden Fläche abhängig. Häufig ist es sinnvoll anstehende und sehr aufwändige Arbeiten miteinander zu verbinden. Bevor Sie ein teures Gerüst mieten, um die Fenster am Haus zu streichen, erledigen Sie dies besser im Zuge einer Fassadenrenovierung gleich mit. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie auch als Privatperson keine Malerarbeiten von einer Leiter aus durchführen. Nehmen Sie die Gefahr nicht auf die leichte Schulter.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich in Ihrem BayWa Bau- und Gartenmarkt.