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Aquarium einrichten und pflegen

Aquarium einrichten und pflegen



Tipps zur Ersteinrichtung Ihres Aquariums

Nach dem Auspacken des Aquariums sollte dieses mit Leitungswasser gesäubert werden, hierbei dürfen keine Reinigungsmittel ins Becken gelangen. Wählen Sie für den Standpunkt Ihres Aquariums einen Platz, der nicht direkt in der Sonne steht und der ein wenig ruhiger gelegen ist.

Auf dem Boden des Aquariums sollte zuerst eine Schicht Dünger und anschließend eine Schicht Kies aufgetragen werden. Eine Möglichkeit zur Gestaltung des Aquariums beinhaltet den Bodengrund nach hinten aufsteigen und nach vorne hin abfallen zu lassen. So ergibt sich ein beliebter optischer Effekt.

Bei der Einrichtung des Aquariums kann zunächst das genommen werden, was gefällt. Sie können den Stress für Ihre Fische reduzieren, indem Sie Ihnen Versteckmöglichkeiten mit Wurzeln, Höhlen und Steinen bauen. Mithilfe von Wasserpflanzen können Sie das Aquarium strukturieren, das ist wichtig für die Optik und hilft den Fischen ihr Revier zu bilden.

Wenn die Dekorationselemente und Wasserpflanzen eingesetzt wurden, ist die Technik bereit, eingebaut zu werden. Befolgen Sie beim Einbau von Heizung, Thermometer, Filter und Beleuchtung die Anleitung Ihrer Produkte, um diese sachgemäß nutzen zu können.

Bevor nun das Wasser eingefüllt wird, sollte der endgültige Standpunkt des Aquariums gewählt werden. Sobald es mit Wasser gefüllt ist lässt es sich nicht mehr vernünftig bewegen. Achten Sie beim Einfüllen darauf, behutsam vorzugehen, sodass der Bodengrund und die Pflanzen nicht aufgewühlt werden. Das eingefüllte Wasser sollte vor dem Einfüllen mit einem Wasseraufbereiter versehen werden.

Mit dem Einsetzen der Fische sollten Sie 10 - 14 Tage warten, damit sich das Aquarium "einfahren" kann und sich die benötigten Bakterien im Wasser und im Filter ansiedeln können.

Unterstützen möchten wir Sie noch mit einer kleinen Einkaufsliste für Ihren Start:

  • Aquarium (eventuell mit Unterschrank)
  • Sicherheitsunterlage für das Aquarium
  • Abdeckhaube mit Licht
  • Filter zur Wasserreinigung
  • Heizer
  • Thermometer
  • Bodengrund
  • Kies und Dekoration
  • Wasseraufbereiter und Starterbakterien
  • Wasserpflanzen und Dünger
  • Fische und Fischfutter

Tipps für ein gesundes und langes Leben Ihrer Fische und Pflanzen

Bei der Haltung und Pflege von Aquarienbewohnern und -pflanzen gibt es vieles zu beachten, wenn Sie den Anforderungen der einzelnen Arten gerecht werden möchten, um lange Freude an ihnen zu haben. Die folgenden Tipps und Informationen sollen Neulinge und erfahrene Aquarianer gleichermaßen vor Enttäuschungen und Rückschlägen beim Umgang mit dem Aquarium bewahren:

Händewaschen ist Pflicht, bevor Sie ins Aquarium greifen. Spülen Sie Seifenreste sorgfältig ab, damit diese nicht in das Becken gelangen. Eimer, Schlauch und sonstige Gegenstände, die Sie für das Aquarium benutzen, sollten explizit dafür angeschafft und auschließlich für diese Zwecke verwendet werden. Verzichten Sie auf den Einsatz von Sprühreinigern und Raumspray in unmittelbarer Nähe des Aquariums und setzen Wasseraufbereiter sowie Medikamente nur dann ein, wenn es sich nicht umgehen lässt.

Scharfkantige Dekoration, kalk- und schwermetallbelastete Gegenstände sowie unbekannter Kunststoff haben im Aquarium nichts zu suchen.

Trotz ausgezeichneter Hygiene und Wasserqualität werden manche Fische krank. Eingeschleppte Krankheitserreger können die Ursache dafür sein. Halten Sie deshalb neu erworbene Fische zunächst für etwa 14 Tage getrennt und beobachten Sie das Verhalten. Setzen Sie den Neuerwerb nur zum Altbestand, wenn Sie keine Anzeichen einer Erkrankung oder sonstige Auffälligkeiten feststellen können.

Stress macht Ihre Fische krank, auch wenn sie in einem gesunden Biotop leben. Fische sind extrem empfindlich und können mit einer Schwächung des Immunsystems reagieren, wenn zuviele Tiere in einem Becken gehalten werden oder Rangordnungs- und Konkurrenzkämpfe ständig an der Tagesordnung sind. Auch häufiges Einfangen und Transport stresst die Tiere. Ihr Kescher sollte daher nur dann zum Einsatz kommen, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Die Ansprüche der Fische an das Futter sind sehr unterschiedlich. Achten Sie beim Kauf vor allem auf Qualität und greifen Sie lieber zu keineren Mengen. Bei zu langer Lagerung gehen wichtige Vitamine verloren. Füttern Sie möglichst abwechslungsreich! Innerhalb weniger Minuten sollten Ihre Fische das angebotene Futter aufgefressen haben.

Pflanzen spielen eine entscheidene Rolle in Ihrem Aquarium, weil sie großen Einfluss auf den Nährstoffverbrauch haben. In aller Regel nehmen schnell wachsende Pflanzen mehr Nährstoffe auf als langsam wachsende Pflanzen. Licht ist der wichtigiste Faktor für ein gesundes Pflanzenwachstum, neben der Platzierung, Nährstoffversorgung und Wassertemperatur. Allgemein ist eine beständige Wassertemperatur für gesunde Auqarienbewohner besser als starke Schwankungen.

Für einen schönen Pflanzenbestand sollten Sie die Ansprüche der Pflanzen und Gegebenheiten Ihres Aquariums bereits beim Kauf berücksichtigen. Die Bepflanzung soll Ihren Aquarienbewohnern schließlich als Deckung, Laichgrund sowie Rückzugsort dienen und versorgt sie darüber hinaus mit lebensnotwendigem Sauerstoff. Voraussetzung dafür ist jedoch ein funktionierendes Ökosystem.

Ein erstes Warnzeichen dafür, dass sich Ihr Aquarium nicht mehr im biologischen Gleichgewicht befindet, ist plötzliches Algenwachstum. Ursachen dafür gibt es viele und sie sind nicht immer sichtbar. Futter und Pflanzendünger im Überfluss, Medikamente sowie faulende Pflanzen können die Auslöser sein. Verendete Fische, die nicht an die Oberfläche steigen können, oder unzureichender Wasserwechsel können die Qualität des Wassers ebenfalls negativ beeinflussen. Das kann sowohl die Häufigkeit als auch die Menge des Wasserwechsels betreffen. Beides ist abhängig von Fischbesatz, Futtermenge, der Bepflanzung sowie der Dauer des Aquariumbetriebes. Ausnahmsweise gilt hier: Im Zweifel lieber zu oft als zu selten!

Geduld ist der beste Freund des Aquarianers. Bedenken Sie, dass jeder Eingriff eine Störung sein kann und hantieren Sie nicht unentwegt an Ihrem Becken herum. Sinnvoller ist es, die Pflegemaßnahmen auf das Notwendigste zu reduzieren und dem natürlichen Entwicklungsprozess Ihrer Tiere und Pflanzen freien Lauf zu lassen.